Mieterrecht und die Kaution




Wenn eine neue Wohnung gefunden ist, dann stellt sich meist nicht nur die Frage nach der Miete selbst sondern auch nach der Kaution. Die Kaution ist zwar gesetzlich erlaubt, aber diese ist zudem auch in den Mieterrechten verankert. Bevor ein Vertragsabschluss für eine neue Wohnung unterschrieben wird, sollte ein Blick in die Mieterrechte geworfen werden, damit geprüft werden kann, ob mit der Kaution auch wirklich alles mit rechten Dingen zugeht.

Das Wichtigste zur Mietkaution

Die Kaution ist völlig legitim und dient dem Vermieter dazu, dass er zukünftige Forderungen, die eventuell mit der Miete selbst in Verbindung stehen könnten oder wenn Mietgegenstände beschädigt werden, eingehoben werden können. Dabei wird im Mieterrecht auf eine Beschränkung der Kautionshöhe weitgehend verzichtet. Allerdings stiegen die Kautionen oft auf unermessliche Höhen an, weswegen vom OGH ein Richtwert festgelegt wurde.

Die Kaution darf drei bis sechs Monatsmieten daher nicht überschreiten und sollte in einem angemessenen Betrag festgelegt werden. Sollte bei der Kaution zu viel bezahlt worden sein, kann nach Mieterrecht der Differenzbetrag auch vor dem Ende des Mietverhältnisses eingefordert werden.





Die Kaution muss vom Vermieter immer getrennt von seinem privaten Vermögen angelegt werden. So besteht für den Mieter selbst eine Absicherung, falls es zu Zahlungsforderungen gegen den Vermieter kommen sollte. So kann die eigene Kaution nicht dafür belangt werden. Zudem muss der Vermieter laut Mieterrecht die Kaution immer so anlegen, dass diese auch gewinnbringend genutzt werden kann. Meist wird daher die Kaution deswegen auch auf einem Sparbuch oder einer ähnlichen Anlageform eingezahlt.